Ertragsberechnung

Windpotenzialstudien
Für größere Areale kann das Windpotenzial flächenhaft ermittelt und dargestellt
werden, um Vorrangflächen für die Windkraftnutzung festzulegen oder um Windparkkonfigurationen zu planen oder zu optimieren.

Energieertragsberechnungen
Durch die Verbindung der Windverhältnisse mit dem Leistungsverhalten einer Windkraftanlage werden Jahresenergieerträge für verschiedene Anlagentypen mit unterschiedlichen Nabenhöhen und unter Berücksichtigung besonderer Betriebs-
zustände berechnet.

Windparkberechnungen
Windkraftanlagen in Windparks weisen gegenseitige Abschattungen auf. Diese
Verluste müssen bei der Planung durch geeignete Modelle bestimmt und minimiert
sowie bei der Ertragsberechnung berücksichtigt werden.

Langzeitbezug
Da in der Regel Langzeitdaten (10-30Jahre) von Vergleichswindanlagen oder auch
von Windmessungen nicht vorliegen, werden Wind- und Betriebsdaten kurzer Zeiträume mit Hilfe von Indices oder langjährigen Zeitreihen von Wetterstationen abgeglichen.

Turbulenzberechnung
Bei der Turbulenz handelt es sich um ungeordnete Schwankungen der Wind- geschwindigkeit, in der sich Wirbel unterschiedlicher Größe überlagern. Die natürliche Turbulenz wird durch die Geländeform, durch Rauigkeiten und Rauigkeitssprünge, Hindernisse sowie durch die Stabilität der Luftschichtung beeinträchtigt. Sie ist
abhängig von der Höhe über Grund und der Windgeschwindigkeitsverteilung.
Die Messung der Turbulenz am Standort ist gegenüber der Abschätzung aus Geländeparametern das genauere Verfahren.

Unsicherheitsbetrachtung
Sowohl Messungen als auch Berechnungen weisen Unsicherheiten auf. In der Unsicherheitsbetrachtung werden die einzelnen Komponenten der Berechnung wie Ausgangsdaten, Simulationsmodell oder Leistungskurve bewertet. Aus den Unsicherheiten der einzelnen Komponenten wird die Gesamtunsicherheit einer Ertragsberechnung ermittelt.